Skoliose Therapie


Hier auf unserer Homepage werden lfd. PhysiotherapeutInnen (Ausbildung in Bad Sobernheim und Bad Salzungen) aus ganz Österreich hinzugefügt, die Skoliosetherapie nach Schroth anbieten.

Aber natürlich auch PhysiotherapeutInnen die Skoliose PatientInnen nach weiteren Therapieformen wie zB Dreidimensionale Skoliosetherapie nach Lehnert – Schroth, Therapeutisches Klettern, Spiraldynamik, Funktionelle Bewegungslehre nach KLEIN – VOGELBACH, Vojta, Yoga, Feldenkrais, etc. therapieren, sind auf unserer Homepage zu finden.


Die spezifische Physiotherapie nach Katharina Schroth® ist eine bewährte Therapiemöglichkeit für Menschen mit Skoliose.

Die dreidimensionale Behandlung von Skoliosen wurde von Frau Katharina Schroth zwischen 1910 und 1920 entwickelt. Die Skoliose wird überwiegend mit statischen Übungen und einer speziellen Atemtechnik, der Drehwinkelatmung, therapiert. Es erfolgt dabei eine aktive Haltungskorrektur von Brustkorb und Wirbelsäule unter der Berücksichtigung von allen Krümmungen.

Die Drehwinkelatmung bewirkt, dass die Rotationen der Wirbelkörper und des Brustkorbes wieder ausgeglichen wird und dadurch das skoliotische Atemmuster reduziert wird. Wichtig dabei ist, dass das subjektive Haltungsgefühl verändert wird. Das ist aber nur durch intensives, auch selbstständiges tägliches Üben und durch die Integration der Übungen in Alltagshandlungen möglich. Iris Munsperger (PT)

Physikalische Therapie

(Beitrag von Dr. Gerd Ivanic – Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, Skoliose-Spezialist)

Begonnen werden sollte damit spätestens ab 10 ° nach Cobb und immer bei Beschwerden. Als krankengymnastische Ansätze von Wert sind aktiv redressierende Verfahren, mobilisierende Techniken bzw. neurophysiologische Verfahren zu nennen. Die physikalische Therapie bietet prinzipiell drei Anwendungsbereiche:

  • Aktive Bewegungstherapie +
  • Manuelle Therapie/Heilmassagen +
  • Passive physikalische Anwendungen

Alle drei Bereiche sollen genutzt werden! Aber die Motivation der jungen PatientInnen zu einer langfristigen Übungsbehandlung ist oft schwierig!

Bewegungstherapie + Manuelle Therapie + Massage

Bewusstmachung der Körperhaltung / Fehlform (Röntgen, Spiegel, Rückenfoto, Profilansicht, Video) sowie der Dreidimensionalität.

Gut ist etwa die FELDENKRAIS-Methode als Modell des spielerischen sensomotorischen Lernens („Bewusstheit durch Bewegung“)
zur Verbesserung des Körperschemas.

Schrittweises Erarbeiten der aktiven Korrektur erfolgt in diversen Ausgangsstellungen (RL, SL, BL, Vierfüßler, Sitzen, Stehen). Als Hilfsmittel dienen Spiegel, Sprossenwand, Schlingengerät, Reck.

Erst statisch, dann auch langsam dynamisch üben!

Zusätzlich krankengymnastische Methoden: Stemmübungen nach BRUNKOW, PNF-Methode, Spiraldynamik, Funktionelle Bewegungslehre nach KLEIN – VOGELBACH, Dreidimensionale Skoliosetherapie nach LENNERT – SCHROTH (Neigung – Rotation – Translation und Atmung werden korrigiert).

Als sehr gut haben sich gezielte Wassergymnastik (Therapeutin ist mit PatientIn im Wasser!) und Schwimmtherapie erwiesen.

Thoraxdeformität: Atemtherapie, Packegriffe, Bindegewebsmassage, Manuelle Therapie

Bei Korsettbehandlung sind Bewegungsübungen mit und ohne Korsett – täglich ein einfaches (!) Programm – sinnvoll. Als Sport wäre Lagenschwimmen ideal, zu empfehlen sind etwa Joggen oder Modern Dance (da lernt man „Isolations”, sehr gut für das Bewegungsgefühl). Bei neurogener Skoliose ist die VOJTA-Methode zur Bahnung von korrigierender Reflexaktivität der Rumpfmuskulatur (eher beim Säugling und Kleinkind, wo die aktive Kooperation noch nicht gegeben ist) angezeigt.

Als historische Methode kann das KLAPP’sche Kriechverfahren betrachtet werden.

Welche Methode ist die beste?

Jene, die der Patient am besten versteht und umsetzen kann!

Nicht zu vergessen ist die Erarbeitung der Bewegungskontrolle von Schulter- und Beckengürtel (eine Beinlängendifferenz ist auszugleichen!)

Kombination von Korrekturstellung und Üben in symmetrischen Mustern

Die passive Korrektur soll das Bindegewebe dehnen und die Tonisierung modifizieren. Konkavität: lange gehaltene Dehnlagen (auch Rotation berücksichtigen!), Atemlenkung in die Konkavität (taktile Stimulation durch Therapeutin, bewusstes „Hinatmen“, sog. „Drehwinkel-Atmung“ nach Schroth).

Unterstützung durch manuelle Techniken (z.B. postisometrische Relaxation, Querdehnungen, Bindegewebsmassage)

Konvexseitige Muskulatur: Aktivierung + Kräftigung gegen Widerstand. Medizinische Trainingstherapie mit dem Ziel einer Hypertrophie der Korrekturmuskeln und Verbesserung der statischen Kraftausdauer.

Passiv-physikalische Anwendungen

Tiefenwärme (z.B. Mikrowelle) zur Verbesserung der Bindegewebs-Elastizität und -plastizität. Simultan dazu apparative Traktion (sog. „Extensionsbehandlung“).

Bei Schmerz empfiehlt sich eine biomechanische Schmerz-Analyse und entsprechende physikalische Schmerztherapien wie Thermo-, Kryo-, Elektrotherapie, Ultraschall, Massagen und Reflexzonentherapien (Fußreflexzonentherapie, Akupunktmassage).

Eventuell ist der Einsatz von Schwellstrom und/oder Myo-Biofeedback zum Erlernen selektiver muskulärer Aktivitäten sinnvoll.

Die Plattform ist noch im Aufbau – Bitte um Verständnis!