Operative Methoden bei Skoliose

Klassische operative Korrektur

Idiopathische Adoleszentenskoliosen stellen mit 80 % die häufigste Form aller Skoliosen dar. „Operativ behandelt werden Skoliosen ab einem Krümmungswinkel von 40° bis 50°, ganz unabhängig davon, wie alt das Kind ist“, betonte Bach. „Andernfalls verschlechtert sich die Skoliose.“

Bei den jungen Patienten und deren Angehörigen steht verständlicherweise die kosmetische Beeinträchtigung durch Schulterhochstand, Rippenbuckel etc. im Vordergrund. Dementsprechend wichtig ist ihnen das kosmetische Ergebnis der Behandlung – wesentlich wichtiger als etwa das Röntgenbild oder die Korrektur des Cobb-Winkels.

Adoleszentenskoliosen werden zu 95 % mit einem dorsalen Zugang operiert; mittels Stabsystemen wird die Wirbelsäule schrittweise aufgerichtet. Die dorsale Technik funktioniert laut Bach sehr gut – sowohl was das kosmetische Ergebnis als auch den messbaren Grad der Verkrümmung betrifft. Skoliosen können damit im Schnitt um etwa zwei Drittel verbessert werden. Dieses Verfahren gilt auch als sehr sicher: Das Risiko für neurologische Defizite ist laut SRS (Scoliosis Research Society) kleiner als 0,1 % .

Quelle: Universimed, Jatros März 2018

Quelle: Dr. Florian J. Hofmann – FA für Orthopädie & orthopädische Chirurgie – Wirbelsäulenspezialist
Quelle: Beitrag von Universimed, Jatros März 2018
Quelle: YouTube Video vom 04.02.2021 – Dr. Christian Walter, Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Orthopädie am Uniklinikum Tübingen
Quelle: http://spinedoctors.info/ – YouTube Kanal 12.08.2020