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#erzählmirwas, Skoliose

#erzählmirwas … Sara Jaros, BSc.

Ich möchte mich vorstellen: Mein Name ist Sara Jaros, ich bin Soziologin und Diplomierte Mentaltrainerin mit Schwerpunkt Migräne und komme aus Oberösterreich.

Ich würde gerne einen kurzen Einblick in meine Vorgeschichte als Migräne- und Skoliosepatientin geben.

Mit 12 stellte die Schulärztin damals meine Skoliose fest.  Es wurde dringlich eine orthopädische Facharztkonsultation angeraten. Meine Eltern setzten damals alle Hebel in Bewegung, mir helfen zu können.

Beim Orthopäden wurde der Schweregrad ermittelt – ich hatte einen Cobb-Winkel von 45°.

Es wurden zwei Möglichkeiten vorgeschlagen: entweder ich werde operiert, oder ich bekomme ein Korsett, welches ich den ganzen Tag tragen muss. Wir entschieden uns damals für die Variante Korsett.

Die Suche nach der langfristigen orthopädischen Betreuung hat sich schon damals schwierig gestaltet. Irgendwann wurde uns Dr. K. aus Wels empfohlen, der mir damals dann auch die stationäre Skoliose-Intensiv-Rehabilitation in Deutschland nahgelegt hatte. Diese Klinik ist spezialisiert für Skoliose-Patienten, egal ob Kinder oder Erwachsene. Ich durfte zwei Mal im Alter von 16 und 17 Jahren nach Deutschland in die Klinik fahren. Ziel war, dass sich meine Krümmung stabilisiert. Dr. K. sagte, dass man mit einer ganztägigen Tragezeit des Korsetts über Jahre eine mögliche Explosion des Schweregrades verhindern könnte. Dies war für mich Ansporn genug.

Ich kann mich noch sehr gut an diese intensive Zeit erinnern.

Als ich in der Klinik war, habe ich schnell Gleichaltrige gefunden und diese auch sehr schnell ins Herz geschlossen. Es war wichtig für mich zu sehen, dass ich nicht alleine und es uns allen ähnlich geht. Was erwartete uns dort? Es gab ärztliche Untersuchungen, Gespräche mit den Therapeuten, hauptsächlich wurde aber den ganzen Tag physiotherapeutisch trainiert. Krafttraining, Ausdauer usw. standen täglich am Programm, um Muskeln aufzubauen und der Krümmung entgegenzuwirken.

Mit 18 Jahren wurde ich dann erneut geröntgt und es wurde festgestellt, dass sich die Krümmung stabilisiert hat.  Mein erster persönlicher Erfolg! Ich war sehr froh, dass ich das Korsett nicht mehr tragen musste – 6 Jahre war genug!

Rückblickend betrachtet bin ich wirklich froh und erleichtert all diese Schritte gegangen zu sein. Ich bin dankbar für meine tollen Eltern, die immer hinter mir gestanden haben um mich in dieser Zeit zu unterstützen. Was man auch klar betonen muss: die Zeit von 12-18 Jahren waren mühevolle, oft sehr anstrengende Jahre. Eine Jugend, wie die meisten anderen damals in meinem Alter erlebten, gab es bei mir durch das Korsett nicht. Dieser Gedanke war natürlich manchmal schwer zu ertragen, aber rückblickend wusste ich, wofür ich das alles getan habe.

Ich möchte noch ein Stück weitergehen und von der Zeit danach berichten, die für meine gesamte Lebensgeschichte äußerst prägend war, und noch ist.

Mit Anfang 20 begannen meine Kopfschmerzen. Ich weiß noch, dass ich schon damals massive Verspannungen hatte, aber von Physiotherapie, dem Korsett oder ähnlicher Therapie nichts mehr hören konnte. Nach und nach wurden die Kopfschmerzen häufiger und schwerer zu ertragen. Nach Selbstrecherche wurde mir irgendwann klar, dass ich ohne weitere ärztliche Untersuchungen nicht weiterkommen würde. Gesagt, getan!

Auch hier galt wieder: es hat lange gedauert, bis ich den richtigen Neurologen gefunden habe. Schließlich landete ich bei Dr. B. in Linz, der mich umfassend untersucht hat und dann „endlich“ meine Migräne festgestellt hat. Meine Befürchtungen aus der Selbstrecherche haben sich leider bestätigt, aber nun konnte ich mit der Diagnose die richtigen Medikamente bekommen.

Auf dem Weg, wie ich mir selbst helfen kann bin ich auf die Kraft der ätherischen Öle gestoßen. Schnell habe ich viel herumprobiert und begriffen wie wertvoll z.B. ein Pfefferminzöl auf den Schläfen bei Migräne ist. Seit Februar verwende ich den CBD Balsam für den Nacken und alle Stellen wo ich Verspannungen habe. Er wirkt sensationell, ergänzend zu meinen anderen Entspannungsmethoden.

Heute, nach einem erfolgreich abgeschlossenen Studium sowie die Ausbildung zur diplomierten Mentaltrainerin blicke ich zwar auf sehr anstrengende, aber auch sehr wertvolle Jahre zurück. Wertvoll an den Erfahrungen, dass man sich trotz chronischen Schmerz, Einschränkungen, jahrelanger Ärztesuche und vielfältigen Therapieansätzen etwas Schönes schaffen und erarbeiten kann.

Somit möchte ich euch privat etwas mitgeben: glaubt an euch selbst, gebt niemals auf, auch wenn die Situation aussichtslos erscheint. Es findet sich immer ein Weg, wichtig ist es, ein Ziel zu haben.

Und als Dipl. Mentaltrainerin kann ich euch mitgeben: Egal ob Skoliose, Migräne oder andere Erkrankungen  – es geht immer darum, ob ihr eure persönliche Situation verbessern wollt. Erst wenn diese Bereitschaft da ist, könnt ihr Großes erreichen.

Mein Angebot als Diplomierte Mentaltrainerin sieht folgendermaßen aus: Ich biete Einzeltrainings, Walk & Talks, Migräne-Workshops sowie Begleitung mit ätherischen Ölen an.

Seht euch gerne meine Homepage unter www.jaros-mentaltraining.at an. 

Meldet euch gerne bei mir!

Sara Jaros, Bsc.

Bericht geschrieben von Sara Jaros, BSc. – 05/2021

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