Behandlungen, Wirbelsäule allgemein

Schröpfmassage bei Rückenschmerzen

Ein Beitrag von TELE-reha Dr. Florian Hofmann und Physiotherapeut Philipp Zunke

Schröpfen ist eine Behandlung von Schmerzen und Verspannungen mit sogenannten Schröpfgläsern. Diese Schröpfgläser erzeugen einen Unterdruck und üben somit einen Einfluss auf den Körper aus. Die Schröpfmassage ist ein Teilbereich des Schröpfens. Für nähere Informationen zur Wirksamkeit und zur Geschichte des Schröpfens lesen Sie den ersten Beitrag zum Thema Schröpfen.

Bei der Schröpfmassage bewegt man die Schröpfgläser über den gewünschten Bereich (im Gegensatz zum statischen Schröpfen). Ein Vorteil besteht darin, dass ein größeres Gebiet behandelt werden kann. Und die verschiedenen Gewebsschichten des Körpers können damit besser gegeneinander mobilisiert werden. Denn durch die Fortbewegung der Saugglocke müssen die Gewebsschichten am Rand der Saugglocke elastisch untereinander verbunden sein. Die Schröpfmassage eignet sich sehr gut für die Behandlung von Verspannungen, Verklebungen und Schmerzen im Bereich des Rückens (Kim et al., 2018Moura et al., 2018).

Schröpfmassage bei Schmerzen im unteren Rücken
  • Die Person mit den Rückenschmerzen legt sich in einer entspannten Position auf den Bauch.
  • Schmieren Sie den Bereich der Lendenwirbelsäule bis hinauf zur Brustwirbelsäule mit einem Massageöl ein.
  • Erzeugen Sie mit einem Schröpfglas einen mittleren Saugdruck (300 – 500 ml, 3-4 Pumpgriffe, Moura et al., 2018).
  • Streichen Sie mit der Saugglocke längs auf beiden Seiten neben der Wirbelsäule auf und ab
  • Streichen Sie mit der Saugglocke quer im Bereich der Lendenwirbelsäule hin und her
  • Wenn Sie möchten, können Sie abschließend die Saugglocke auf der problematischsten Stelle für 1 – 2 Minuten lassen.

Die Behandlung sollte gesamt ca. 8 min (5 – 10 min) dauern (Moura et al., 2018Saha et al., 2017). Alternativ können Sie auch die Schröpfgläser auf derselben Stelle lassen und stattdessen physiotherapeutische Bewegungsübungen machen und somit eine Bewegung zwischen der Haut und den Schröpfgläsern erzeugen. Fragen Sie dafür einfach Ihren Physiotherapeuten.

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