Skoliose, Videos, Wirbelsäule allgemein

FAQ – 9 Fragen zur Wirbelsäulenoperation


Ein Beitrag von Andrea Dockter – Salzburger Nachrichten – Im Interview mit Dr. Florian Hofmann Wirbelsäulenspezialist in Salzburg

Wann wird eine Wirbelsäulen-OP empfohlen? Wie gefährlich ist eine Operation am Rücken und wie lange dauert die Genesung? Wir haben mit dem Salzburger Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie Dr. Florian Johannes Hofmann gesprochen und die dringlichsten Fragen zum Thema Wirbelsäulenoperation geklärt.

Im Video klären wir mit dem Salzburger Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie Dr. Hofmann die 9 häufigsten Fragen rund um das Thema Wirbelsäulen-OP:

  • Was sind die häufigsten Operationen an der Wirbelsäule?
  • Wann ist eine Operation an der Wirbelsäule sinnvoll?
  • Was versteht man unter „invasiver Operation“ und „minimal-invasiver“-Operation?
  • Wie stehen die Heilungschancen nach einer Wirbelsäulen-OP?
  • Welche Komplikationen und Risiken bergen Operationen an der Wirbelsäule?
  • Wann wird ein Bandscheibenvorfall operiert? Wie läuft die OP ab?
  • Wie wird eine Skoliose operiert?
  • Ist eine Reha nach Wirbelsäulen-OPs notwendig? Wann ist man danach wieder fit?

Welche Funktionen erfüllt die Wirbelsäule, wie ist sie aufgebaut und welche Rolle spielen die Bandscheiben?

Die menschliche Wirbelsäule hält zum einen den Körper aufrecht und zum anderen schützt sie das im Wirbelkanal verlaufende Rückenmark vor etwaigen Verletzungen. Die Wirbelsäule teilt sich in 5 Abschnitten, die aus mehreren Wirbeln bestehen:

  • Halswirbelsäule – 7 Wirbel
  • Brustwirbelsäule – 12 Wirbel
  • Lendenwirbelsäule – 5 Wirbel
  • Kreuzbein
  • Steißbein

Die ersten 24 Wirbel sind „freie Wirbel“. Diese werden nur durch Bänder zusammengehalten und ermöglichen dadurch die Beweglichkeit in diesen Regionen. Bei Kreuz-und Steißbein hingegen handelt es sich um „verschmolzene“ Wirbel. Sie sind starr und können sich nicht frei bewegen.

Diese 24 Wirbel sollten eigentlich ein Leben lang beweglich bleiben, außer es kommt zu Verletzungen oder Erkrankungen.
Betrachtet man die Wirbelsäule von der Seite, dann wird die sogenannte doppelte S-Krümmung ersichtlich. Die Hals- und Lendenwirbel sind nach vorne hin gekrümmt, Brustwirbel und Kreuz- sowie Steißbein sind nach hinten gekrümmt. Durch diesen Aufbau ist die Wirbelsäule besonders flexibel und kann Erschütterungen gleichmäßig abfedern.

Zu der Wirbelsäule zählen auch 23 Bandscheiben, welche zwischen den Wirbelkörpern gelegen sind. Sie gelten als Verbindung der einzelnen Wirbelkörper und tragen zur Beweglichkeit bei. Die Bandscheiben wirken wie ein „Kissen“ und dämpfen zudem Erschütterungen ab um den Druck auf die Wirbelsäule zu reduzieren.

Wie kommt es zu Erkrankungen an der Wirbelsäule?

Die Ursachen für eine Erkrankung der Wirbelsäule sind oft schwer zu definieren. Ursachen reichen von Folgen durch Unfälle oder Vorerkrankungen bis hin zu vererbten Krankheiten und Alters- sowie Verschleißerscheinungen.
Alterserscheinungen sowie Abnützungserscheinungen zeigen sich vor allem bei den Bandscheiben. Die Bandscheiben brauchen unter anderem Bewegung. Ist dies durch mangelnde Bewegung im Alltag nicht ausreichend gegeben, dann verlieren die Bandscheiben ihre Elastizität, sie schrumpfen und können die Wirbelsäule nicht mehr ausreichend stabilisieren und vor Erschütterungen schützen. Es kann auch vorkommen, dass sich ein Stück der Bandscheibenmasse löst und auf die umliegenden Nerven drückt, diese einklemmt und schädigt.

Neben konservativen Therapien wie Krankengymnastik und Bettruhe sowie medikamentösen Behandlungsmethoden, gibt es auch die Option der chirurgischen Therapie. Treten Lähmungserscheinungen oder sind die Schmerzen für den Patienten unerträglich, erfolgt ein minimal-invasiver Eingriff, in welchem der Bandscheibenvorfall operativ beseitig wird. Neben Bandscheiben-OPs gehört die Spinalkanalstenose zu den häufigsten Operationen an der Wirbelsäule. Eine Verengung des Wirbelkanals tritt meist aufgrund von Verschleißerscheinungen ab zirka 60 Jahren auf. Die Krankheit verläuft zu Beginn meist ohne Symptome, erst später können Rückenschmerzen sowie Gefühlsstörungen und eine verminderte Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule auftreten.

Eine weitere, verbreitete Wirbelsäulenerkrankung ist die Skoliose. Die Ursache einer Skoliose bleibt in den meisten Fällen unbekannt, doch kann erblich bedingt sein oder nach einem Unfall auftreten. Skoliose wird häufig in der Wachstumsphase bei Kinder entdeckt, da die Symptome relativ leicht zuzuordnen sind. Bei der Wirbelsäulenkrümmung wird eine gebogene Wirbelsäule, Schulterhochstand sowie eine Schiefstellung der Hüfte sichtbar. In Österreich werden jährlich nur wenige Fälle operiert, da die Therapiemaßnahmen meist bereits in jungen Jahren begonnen werden und die Heilungschancen dementsprechend gut sind.

Wirbelsäulen Orthopädie Salzburg spinedoctors.info – In unserer Wahlarztordination bieten wir das gesamte Spektrum der Behandlung an der Wirbelsäule an. Wir schöpfen aus einem sehr breiten Angebot an konservativen, nicht operativen und auch operativen Therapieverfahren durch die Ärzte oder kooperierenden Therapeuten. Werbung

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